"Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten." Apostelgeschichte 2,42
Erschienen: 2025
Autor: Wilhelm Busch
180 Seiten
Taschenbuch, Hardcover, EBook
ISBN: 978-3-910764-38-5
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Es gibt eine Not, die nur die kennen, die Jesus wirklich nachfolgen wollen.
Wilhelm Busch nannte sie Anfechtung — und er meinte damit ausdrücklich nicht Schwierigkeiten, Sorgen oder schwere Tage. Anfechtung ist die Kehrseite des rechten Glaubens. Sie beginnt dort, wo einer nachfolgt und merkt: Ich habe mir meinen Gott anders gedacht. Das Gebet bleibt unbeantwortet. Der Dienst trägt keine Frucht. Der Weg endet an einer Kante.
Zwanzig Männer der Bibel, die alle an dieser Stelle gewesen sind.
Noah wartet Monate, nachdem das Wasser längst gefallen ist, und Gott schweigt. Jakob ringt eine Nacht lang und geht hinkend weiter. Elia legt sich einen Tag nach dem größten Sieg seines Lebens unter einen Strauch und bittet um den Tod — und bekommt keine Predigt, sondern Brot, Wasser und Schlaf. Jesaja erhält seinen Auftrag mit der Ansage, dass niemand hören wird. Asaph sieht, wie es den Gottlosen gut geht, und erschrickt über den eigenen Neid. David steht auf, nachdem alles verspielt ist. Johannes der Täufer muss abnehmen. Paulus schreibt aus dem finsteren Tal.
Dazu Abraham unter dem Druck der Verhältnisse und mit dem Gebet, das nicht erhört wird. Joseph, verleumdet. Mose, aufgerieben an seiner Gemeinde. Gideon, der an seiner Berufung zweifelt. Simson mit dem schwachen Herzen. Salomo am Scheideweg. Hiob mit der Frage, ob Gott ungerecht ist. Habakuk mit der Klage über die Zustände im Land. Petrus im Wellengang. Die Jünger, die unterwegs darüber streiten, wer der Größte ist. Und Ananias, der einen Auftrag bekommt, den er nicht will.
Ein Seelsorger, der wusste, wovon er schrieb.
Wilhelm Busch (1897–1966) war Jugendpfarrer in Essen — in einer Stadt aus Zechen, Hochöfen und später aus Trümmern. Er wurde verhört und eingesperrt, weil er nicht schwieg. In diesem Buch schreibt er offen darüber, wie er in der Zelle tagelang innerlich gegen die Menschen wütete, die ihm das angetan hatten, bis er begriff, dass er es mit seinem Herrn zu tun hatte. Er erzählt von Evangelisationen, nach denen der Widerstand größer war als vorher. Er beschönigt nichts, auch nicht bei den Männern der Bibel.
Deshalb redet dieses Buch nicht von oben herab.
Sie sind gemeint, wenn Sie
Zum Aufbau
Zwanzig Kapitel, je sechs bis acht Seiten: Bibeltext, Situation, Deutung, Zuspruch. Ein Kapitel genügt für einen Abend. Die Bibelstellen folgen der Lutherübersetzung von 1912. Entstanden ist der Text in Essen im September 1955, im Rückblick auf Kirchenkampf und Krieg.
„Nachfolger Jesu Christi stehen zuweilen vor einem Abgrund. Sollen sie umkehren? Sollen sie sich stürzen? Beides nicht. Sie glauben und finden sich auf einmal doch auf der anderen Seite des Abgrunds. Das ist das Wunder des Glaubensweges."
Wilhelm Busch
Biblische Beispiele von Anfechtung und Gottes Treue als Wegweisung für heute
Praktische Hilfe für Christen im Umgang mit Zweifel, Angst und inneren Kämpfen
Ermutigung zu Vertrauen, Geduld und Hoffnung im geistlichen Leben
Gott lässt warten.
Unter dem Druck der Verhältnisse.
Das nicht erhörte Gebet.
Die Angst.
Der massive Generalsturm.
Ein geplagter Mann.
„Hat er mich gemeint?“
Das schwache Herz.
Am Scheideweg.
„Ich habe keine Lust mehr!“
Die schreckliche Frage: „Ist Gott ungerecht?“
Der tiefe Fall.
„Ich komme zu kurz!“
Der „erfolglose“ Zeuge.
Die Ungerechtigkeit in der Welt.
Temperaturschwankungen des Glaubens.
Der ungestillte Ehrgeiz.
„Ich aber muss abnehmen.“
Ausgerechnet so einer!
Im finsteren Tal,
Die doppelte Beobachtung.
Asaph, der den 73. Psalm gedichtet hat, kam dadurch in große Anfechtung, dass er eine doppelte Beobachtung machte: Er lernte, wie schwer der Kampf eines rechten Christenstandes ist, und er bemerkte, wie gut es die Gottlosen haben. Da sagte sein Herz: „Es ist vielleicht doch eine Narrheit, den Weg zum Leben zu betreten. Sollte man es nicht besser mit dem großen Haufen halten?“
Es gibt wohl kaum einen Jesus-Jünger, der nicht irgendeinmal in diese Anfechtung kommt. Ich erinnere mich an einen Mann, der lange Zeit ein treuer Christ gewesen war. Eines Tages aber warf er alles über Bord und lief mit der Welt. Einem Freund erklärte er: „Ach, wie war ich bisher dumm, dass ich so engherzig gelebt habe. Ich habe ja gar nicht mehr gewusst, wie viel die Welt zu bieten hat.“
Das ist eine große Not, wenn das Christenherz Angst bekommt: „Ich komme zu kurz! Ein Weltmensch hat es viel besser.“ Gewöhnlich versucht man es dann zunächst so, dass man beides miteinander verbinden will, das Wesen der Welt und das Reich Gottes. Man will die Glückseligkeit der Welt und die Glückseligkeit der Gotteskinder genießen. Weil darüber aber der Geist Gottes betrübt wird, verliert man schließlich Gottes Gnade und das Heil Jesu Christi.
„Ich komme zu kurz, wenn ich Gott gehöre!“ Das war die Anfechtung des Asaph. Und sie kam zunächst daher, dass er den Christenstand als zu schwer empfand.
Asaph sieht nur mit einem Auge.
Mit ein paar Worten schildert uns Asaph diesen schweren Stand. Dabei hat er völlig vergessen, wie viel Gutes ihm der Herr getan hat. Er hat völlig vergessen, wie viel Trost und Freude und Kraft ihm sein Heiland täglich gibt. Er übersieht völlig, dass es schön ist, im Licht zu wandeln. Das alles ist wie ausgelöscht. Er sieht nur noch das Schwere des Christenstandes.
Damit fängt diese Anfechtung an. Nicht umsonst mahnt der 103. Psalm: „Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!“ Wenn wir das vergessen, dann allerdings wird es gefährlich. Lasst uns doch festhalten, dass Jesus gesagt hat: „Ich bin gekommen, dass sie das Leben und volle Genüge haben sollen.“ Lasst es uns nicht vergessen: „Welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschonet, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?“ Unser Herr gibt immer mehr, als er fordert. Und was er fordert, das hat er uns zuvor gegeben. Christenstand ist ein reicher und beschenkter Stand.
„Es ist etwas, des Heilands sein,
ich dein, o Jesu, und du mein
in Wahrheit sagen können.“
Man muss nur recht den Blick auf das Kreuz Jesu richten. „Welche auf ihn sehen, die werden erquickt, und ihr Angesicht wird nicht zuschanden,“ bekennt David.
Alles, was Asaph sagt, ist richtig. Es wird nur dadurch zur Anfechtung, dass er das Gute übersieht.
...
Im Herbst 1887 verließ Charles Haddon Spurgeon die Baptist Union. Der bekannteste Prediger Englands stellte sich gegen die eigene Bewegung, weil er die Bibelkritik in den Gemeinden ankommen sah, bevor die meisten sie bemerkten. Der Streit ging als Down-Grade-Kontroverse in die Geschichte ein. Er kostete Spurgeon Verbündete, Ansehen und Gesundheit und begleitete ihn bis zu seinem Tod am 31. Januar 1892.
Georg Walter legt Spurgeons eigene Worte zu neun Themen vor: ausgewählt, übersetzt, eingeordnet und durchgehend mit Quelle belegt. Predigttitel, Ort und Datum stehen in den Fußnoten. Wer nachschlagen will, kann nachschlagen.
Worum es geht
Spurgeon predigte dreißig Jahre lang im Metropolitan Tabernacle vor rund 6.000 Zuhörern. Aus seinem Pastor's College gingen über 800 Absolventen hervor, die mehr als 200 Gemeinden gründeten. Als er sich gegen die aufkommende Bibelkritik stellte, verlor er Rückhalt in genau den Kreisen, die er selbst aufgebaut hatte.
Am 7. Juni 1891 hielt er seine letzte Predigt im Tabernacle. Ihr Schlusssatz gab diesem Buch den Titel.
„Wir mögen sterben, aber niemals dürfen wir die Wahrheit verleugnen."
– Charles Haddon Spurgeon, Lectures to my Students, 1874
Was in diesem Buch steht
Nüchtern, wo andere zuspitzen
1864, vierundachtzig Jahre vor der Staatsgründung, sagte Spurgeon die Wiederherstellung Israels als Nation voraus. Über die Wiederkunft Christi sprach er deutlich und räumte zugleich ein, dass die Schrift hier Raum für verschiedene Auffassungen lässt. Diese Zurückhaltung prägt das ganze Buch – auch dort, wo Spurgeon scharf urteilt. Über die Prediger, die den Zweifel salonfähig machten, schrieb er: „Einige Prediger glauben nichts, außer dass man nichts glauben kann."
Spurgeon liebte das Evangelium mit seinem ganzen Herzen, und weil er das Evangelium so sehr achtete, war er bereit, für die Heilsbotschaft jedes Opfer zu bringen. Das Festhalten an den Wahrheiten des Evangeliums war ihm wichtiger als die besten Unterstützer seines Dienstes und selbst wichtiger als seine besten Freunde. Sein Herzenswunsch war, auf keinen Fall die kostbaren Weisungen des Herrn zu verraten und sein Gewissen auf diese Weise zu belasten. Jeder Nachfolger Christi muss bereit sein, seine Entscheidung für die Wahrheit durch die Opfer, die er zu bringen bereit ist, unter Beweis zu stellen: »Wir müssen bereit sein, Bettler […] zu werden und einen schlechten Ruf als Ausgestoßene zu erdulden, statt unseren Glauben zu verraten. Wir mögen sterben, aber niemals dürfen wir die Wahrheit verleugnen. Der Preis ist bereits bezahlt, und wir sind entschlossen, jeden Preis für die Wahrheit zu bezahlen und sie um keinen Preis zu verkaufen. Diese Geisteshaltung ist heute viel zu wenig anzutreffen«7, predigte Spurgeon seinen Studenten. Der Preis für die Treue zu Gottes Wort war damals wie heute die Verunglimpfung der wahren Nachfolger Christi. Wer entschieden der Wahrheit folgte, wurde zu Zeiten Spurgeons – wie in allen Zeiten seit der Geburt der Gemeinde Christi – als intolerant bezeichnet und als enger Dogmatiker oder unwissender Scheinheiliger verspottet. Auch die Tatsache, dass fromme Menschen lieber ihren eigenen Vorteil und die eigene Anerkennung suchten, blieb Spurgeon nicht verborgen. Über sie sagte er: »Viele haben rettenden Glauben, und sie retten sich selbst vor Problemen; sie […] wissen sehr genau, worin ihr Vorteil besteht; sie sind weitherzig, und sie sind allen Menschen alles, wenn sie daraus nur etwas Nutzen ziehen.«8
Echte Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus Christus war für Spurgeon untrennbar mit dem festen Glauben an die Lehren des Evangeliums verbunden. Das Zentrum des Evangeliums ist das Kreuz Christi, von dem aus aller Segen fließt. Nur der Blick auf das Erlösungswerk des Herrn konnte den Gläubigen vor dem »modernen Denken« bewahren, das die großen Wahrheiten in Gottes Wort zu erschüttern drohte. Der aufkommenden Bibelkritik konnte nur derjenige trotzen, der fest auf dem Felsen des Wortes Gottes stand. Wer sich hingegen auf den Treibsand des Rationalismus gründete, konnte nur damit rechnen unterzugehen.
Spurgeon las nach eigenen Angaben John Bunyans Pilgerreise über einhundertmal. Gern gebrauchte er die Bilder dieses Puritaners in seinen eigenen Predigten. Er war davon überzeugt, dass nur der Blick auf das gute Wort des Lebens dem Christen die Kraft gab, die es ihm ermöglichte, entschieden zu leben. Einmal predigte Spurgeon vor seinen Studenten anhand eines Beispiels aus der Pilgerreise. »Denkt daran, wie ein Mann namens Atheist auf Christ und Hoffnungsvoll traf, die sich auf ihrem Weg ins Neue Jerusalem befanden, und ihnen sagte: ›Es gibt kein himmlisches Land. Ich bin weit gereist und konnte es nie finden.‹ Dann sagte Christ zu Hoffnungsvoll: ›Haben wir es nicht oben auf dem Berg Klarheit gesehen, als wir zu den Hirten stießen?‹«9 Spurgeon machte seinen Studenten deutlich: »Hier war eine Antwort! Wenn also die Menschen sagen: ›Es gibt keinen Christus – es gibt keine Wahrheit in einem Leben als Christ‹, dann antworten wir ihnen: ›Haben wir nicht mit Freuden in diesem Schatten geruht? War nicht seine Frucht uns angenehm?‹ […] Wir haben das gute Wort des Lebens geschmeckt und erfahren. Was wir gesehen und gehört haben, das bezeugen wir. Und ob Menschen unser Zeugnis annehmen oder nicht, wir können nicht anders, als zu reden, denn wir reden von dem, den wir kennen, und wir bezeugen das, was wir gesehen haben. Das, meine Brüder, ist der klare Weg, um entschieden voranzugehen.«10
Erschienen: 2025
Autor: Georg Walter
122 Seiten
Taschenbuch und Hardcover
ISBN: 978-3-910764-14-9
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Erschienen: 2022
Autor: Marcel Hollmann
200 Seiten
Taschenbuch
ISBN: 979-8365139664
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Wenn dieselben Verse zu gegensätzlichen Lehren führen
Muss ich als Christ den Sabbat halten? Gibt es heute noch Apostel und Propheten? Wann genau findet die Entrückung statt? Auf solche Fragen bekommt man vier Antworten von drei Leuten – und steht am Ende vor der eigentlichen Frage: Wie komme ich selbst zu einem begründeten Ergebnis?
Dieses Buch nimmt dir diese Arbeit nicht ab. Es gibt dir das Werkzeug dafür. Im ersten Teil die Grundlagen: die richtige Einteilung der Bibel, die Unterscheidung von Israel, den Heiden und der Gemeinde, die Heilszeiten, der Umfang der Lehre der Apostel. Ohne dieses Fundament bleibt jede Einzelfrage Auslegungssache. Danach 27 Lehrfragen, jede einzeln beantwortet, jede am Text belegt. Bibeltext durchgehend Schlachter 2000.
Behandelt werden unter anderem
Zur Entrückung bezieht das Buch klar Stellung: Die Gemeinde wird bei der letzten Posaune entrückt, vor den Zorngerichten Gottes, aber nicht vor der Drangsalszeit. Diese Position wird Vers für Vers begründet, samt Auseinandersetzung mit den Argumenten der Gegenseite.
Zum Nachschlagen gebaut
Jedes Kapitel beginnt mit der Frage und der vollständigen Liste der Verse, die zu ihrer Beantwortung gehören. Danach folgt die Ausführung. Jede zitierte Stelle steht zusätzlich in der Randspalte – im gesamten Buch. Du schlägst nach, ohne zu blättern, und der übrige Platz gehört deinen eigenen Notizen.
Der Anhang listet sämtliche Bibelstellen zu fünf griechischen Wortpaaren, die im Deutschen zu je einem Wort verschmelzen: Erkenntnis, Liebe, Tempel, Zeit und Errettung. Du markierst die Fundstellen in deiner eigenen Bibel und liest manche Verse danach anders als vorher. Dazu die Berliner Erklärung von 1909 im vollständigen Wortlaut.
Wer das Buch geschrieben hat
Marcel Hollmann betreibt seit 2016 den YouTube-Kanal Predigt.Archiv, auf dem bibeltreue Wortverkündigung zu allen wichtigen Bibel- und Endzeitthemen gesammelt wird. Aus den Fragen, die ihn von dort seit Jahren erreichen, ist dieses Buch entstanden – deshalb behandelt es die Themen, an denen sich in der Praxis die Geister scheiden, und nicht die, die sich in einem Inhaltsverzeichnis gut ausnehmen. Bei offenen Fragen erreichst du ihn direkt per E-Mail.
„Denn es ist kein leeres Wort für euch, sondern es ist euer Leben." — 5. Mose 32,47
Ob du nun die Bibel seit vielen Jahren studierst oder erst seit Kurzem: Früher oder später wirst du auf gegensätzliche Lehrmeinungen zu verschiedenen biblischen Themen stoßen und du wirst dich fragen, welche Auslegung nun „die Richtige“ ist.
Wichtig ist: Eine korrekt ausgelegte biblische Antwort darf auf keinen Fall anhand einzelner Verse aufgestellt werden! Die Gefahr ist groß, dass man sich dadurch lehrmäßig verirrt und die Bibel falsch interpretiert. Bau dir stattdessen unbedingt ein gesundes Fundament auf, damit du die Bibel richtig und im Zusammenhang verstehen kannst.
Wir veröffentlichen seit vielen Jahren Predigtaufnahmen über das Evangelium von Jesus Christus und gottesfürchtige Wortverkündigung. Uns erreichen dabei sehr oft die gleichen Fragen von Gläubigen. Daher haben wir für dich unser Buch Deine Bibel (besser) verstehen – Orientierungshilfe und Antworten auf die häufigsten Fragen erstellt. Du findest darin:
- das Grundlagenwissen zur Textauslegung der Bibel, das für das richtige Verständnis absolut elementar ist und
- die häufigsten Fragen und Antworten zur Bibel, die immer wieder aufkommen wie zum Beispiel zu den Themen: Sabbat halten für Christen, Entrückung und Trübsal, Die Verlierbarkeit des Heils, Mosaisches Gesetz und die Gebote Gottes, Charismatische Zeichen und Wunder
- und einen Anhang für ausgewählte deutsche Wörter und deren doppelte Bedeutungen im griechischen Wortlaut, mit denen du einige Bibelverse erst richtig verstehen kannst.
Zu jeder Frage führen wir die Bibelstellen auf, die für die Beantwortung relevant sind und erklären ausführlich alle Zusammenhänge. Du kannst aber anhand der Bibelverse auch in Eigenregie in deiner Bibel die einzelnen Themen nachstudieren. In der Randspalte neben dem Antworttext ist jede Bibelstelle schnell auffindbar, so dass man auch gezielt nach dem Zusammenhang mit einem speziellen Vers schauen kann.
Es gibt einige gute Bücher, die dir schwierige Bibelstellen erklären. Wir konzentrieren unsdarauf, dir die häufigsten Lehrfragen einfach und verständlich zu erklären.
Wir haben dabei den größten Wert darauf gelegt, alles ganz exakt auf den Punkt zu bringen. Dabei lassen wir nichts zu kurz kommen und zugleich ersparen wir dir Ausführungen und Erklärungen in epischer Länge.
Wenn du dir Irrwege im Glauben ersparen möchtest und viel Wert auf gut verständliche Antworten zu den häufigsten biblischen Lehrfragen legst, dann wird dir unser Buch eine gute Hilfestellung sein. Das Ziel ist die Eigenständigkeit im Bibelverständnis und der Bibelauslegung. So dass du mit dem richtigen Rüstzeug für die letzten Tage der Endzeit ausgestattet bist.
Für das richtige Bibelverständnis erhältst du elementares Grundwissen zur Einteilung und Auslegung der Bibel. Alle im Text verwendeten Bibelstellen stehen auch in der Randspalte. So lassen sie sich schneller wiederfinden. Im gesamten Buch! Ebenso kannst du diesen Platz für eigene Notizen oder Anmerkungen nutzen.
Immer wieder gestellte Lehrfragen, die teilweise kontrovers diskutiert werden, auf den Punkt biblisch beantwortet. Keine ellenlangen Texte, sondern kurz und bündig. Mit den wichtigsten Bibelversen im Überblick zu jeder Frage. So ist das Buch auch als Nachschlagewerk geeignet.
Ein handliches, wissenschaftliches Buchformat erwartet dich. Größer als ein Taschenbuch, aber kein Lexikon. So kannst du auch unterwegs deine Entdeckungsreise in die biblische Lehre fortsetzen. Alle wichtigen Stellen hast du jederzeit im Blick.
Zwei verschiedene griechische Wörter - nur eines für beide in deiner deutschen Bibel. Im Anhang findest du übersichtlich aufbereitet alle Bibelstellen, wo dies für 5 ausgewählte Wörter zutrifft. So kannst du schnell alle Verse in deiner Bibel markieren, wo jeweils das eine oder das andere Wort vorkommt. Die Bedeutungen werden dir natürlich auch erklärt. Damit kannst du vorher schwierige Verse besser verstehen.
Gott liebt keine Vermischung.
Mit diesem Satz beginnt Heinrich Dallmeyer – und nimmt sich dann 32 Sünden vor, die im Leben gläubiger Menschen selten laut werden und trotzdem alles einfärben. Neid. Argwohn. Schwatzhaftigkeit. Sorgengeist. Ehrsucht. Jedes Kapitel ist kurz, jedes trifft eine bestimmte Stelle, keines lässt eine Ausrede stehen.
Die 32 Kapitel
Unglaube · Hoffnungslosigkeit · Lieblosigkeit · Launenhaftigkeit · Schwatzhaftigkeit · Müßiggang · Geiz · Neid · Rachsucht · Hochmut · Unkeuschheit · Eitelkeit · Murren · Unversöhnlichkeit · Zorn · Unwahrhaftigkeit · Afterreden · Ehrsucht · Untreue · Abgötterei · Phrasentum · Unredlichkeit · Ungehorsam · Selbstgerechtigkeit · Argwohn · Heuchelei · Weltliebe · Leidensscheu · Sorgengeist · Unbarmherzigkeit · Undankbarkeit · Fleisch
Wie man mit diesem Buch arbeitet
Woher der Text kommt
Heinrich Dallmeyer (1870–1925) war freier Evangelist in der Gemeinschaftsbewegung. Man merkt dem Buch an, dass es aus der Seelsorge stammt und nicht vom Schreibtisch: Es argumentiert nicht theoretisch, sondern erzählt von Menschen, die an einer bestimmten Sünde hängengeblieben sind – und wie sie freigeworden sind.
Grundlage dieser Ausgabe ist die zweite Auflage von 1922. Marcel Hollmann hat den Text 2023 durchgesehen: Rechtschreibung und Satzbau folgen heutigem Gebrauch, veraltete Wörter wie Afterreden, Müßiggang oder Phrasentum erklärt ein Glossar am Ende. An der Sache und an der Schärfe wurde nichts geändert.
„Es ist darum ratsam, täglich nur ein Kapitel zu lesen – das aber gründlich. Das Durchlesen muss hier im besonderen Sinn ein Durchleben werden." – Inspektor Dannert im Vorwort zur ersten Auflage
Für wen dieses Buch geschrieben ist
Für Leser, die sich mit einem Christsein auf halber Strecke nicht abfinden wollen. Dallmeyer redet nichts schön und nimmt in Fragen von Kleidung, Vergnügungen und Umgang mit der Welt Positionen ein, die heute als streng gelten. Wer eine milde Andachtslektüre sucht, greift besser zu einem anderen Buch. Wer wissen will, wo im eigenen Leben noch Vermischung sitzt, findet hier 32 sehr konkrete Antworten.
„… dass ihr weise seid zum Guten und unvermischt bleibt mit dem Bösen." Römer 16,19
„Und sie murrten in ihren Zelten.“
Psalm 106,25
Der Apostel Paulus schreibt an die Korinther: „Murrt auch nicht, so wie auch etliche von ihnen murrten und durch den Verderber umgebracht wurden.“ 1. Korinther 10,10. Als ich einst in einer Stadt evangelisierte, kam aus einer Nachbarstadt, die drei Stunden entfernt lag, eine Frau zu mir in die Seelsorge und sagte: „Ich möchte mich gerne bekehren.“ Ich sprach zu ihr: „Wie kommt es denn, dass Sie sich bekehren wollen?“ Da antwortete die Frau: „Vor einiger Zeit hat sich mein Mann bekehrt und nun will ich mich auch bekehren.“ Ich fragte nun: „Wie können Sie das wissen, dass sich Ihr Mann bekehrt hat?“ „Ja“, sagte die Frau, „das kann ich Ihnen ganz leicht sagen. Früher war mein Mann immer so brummig und so mürrisch und jetzt ist er so lieb zu mir.“ Der Mann hat sich erlösen lassen von dem Murren.
Wir müssen aber sehr wachsam sein, denn dieses Unkraut schießt, wenn wir nicht immer in Christus sind, wieder urplötzlich in die Höhe. „Blicke nur auf Jesus, wenn der Himmel hell, oft, wenn alles ruhig ist, kommt Versuchung schnell.“ Die Kinder Israels hatten die Hilfe ihres Gottes in herrlicher Weise am Roten Meer erfahren. Mirjam, Moses Schwester, nahm die Pauke in die Hand und alle Frauen folgten ihr nach. Hinaus, mit Pauken zum Reigen. Man öffnete seinen Mund und sang: „Singt dem HERRN, denn hoch erhaben ist er: Ross und Reiter hat er ins Meer gestürzt!“, 2. Mose 15,21. So kamen sie drei Tage später durstig nach Mara. Hier konnten sie das Wasser nicht trinken, denn es war bitter. Da murrte das Volk. Nur Mose schrie zum Herrn und tat das, was angebracht war und was allein helfen konnte.
Später bekam das Volk neue Schwierigkeiten. Es hatte kein Brot. Da murrte die ganze Gemeinde und sprach (in 2. Mose 16,3): „Wären wir doch durch die Hand des HERRN im Land Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und Brot in Fülle zu essen hatten!“ Das Volk rechnete nicht mit Gott. Statt zu vertrauen und zu beten, murrte es. Es hatte gar keinen Grund dazu, denn Gott ließ ihnen Brot vom Himmel regnen (2. Mose 16). In Raphidim murrte das Volk wieder, denn es hatte kein Wasser zu trinken. Mose schrie wieder zu dem Herrn und der Herr öffnete den Felsen, so dass Wasser herausfloss. Als die Kundschafter später zurückkamen, murrte das Volk wieder. Und Gott strafte ihren Unglauben dadurch, dass Er das Volk noch 38 Jahre in der Wüste wandern ließ. So dass die Leiber all derer, die in ihrem Unglauben gemurrt hatten, in der Wüste verfielen. Diese ernste Tatsache veranlasst den Apostel Paulus zu der oben angeführten Mahnung: „Murrt auch nicht, so wie auch etliche von ihnen murrten und durch den Verderber umgebracht wurden.“
Es gibt auch in unseren Tagen noch Christen, die in ihren Häusern murren. Es gibt auch solche, die in der Gemeinschaft murren. Wir sollen nicht murren. Wir sollen als Christen glauben, beten, leuchten. Jeremia fragt in Klagelieder 3,39: „Was beklagt sich der Mensch, der noch am Leben ist?“ und antwortet: „Es hätte sich wahrlich jeder über seine Sünde zu beklagen!“ Gotteskinder sollen zufrieden sein mit den Führungen ihres himmlischen Vaters. Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf Ihn, Er wird es wohl machen! Auch wenn Schweres über dich kommt, mure nicht! Als Aaron in einem Augenblick seine beiden hoffnungsvollen Söhne entrissen wurden, da tat er seinen Mund nicht auf und murrte nicht gegen Gott.
Wir lesen in 3. Mose 10,3: „Und Aaron schwieg still.“ „Verschließ im Groll dein Herz nicht; es liebe, bis es bricht, erinnere dich und hoffe, vergiss und fürchte nicht!“ Gott lässt dich nicht im Stich. Bleibe unvermischt mit dem Murrgeist.
2. Mose 15,22-27; 16,1-15 und 17,1-7; 4. Mose 14,1-19; Klagelieder 3,37-39; 1. Korinther 10,10.
Erschienen: 2023
Autor: Heinrich Dallmeyer
144 Seiten
Taschenbuch, Hardcover und E-Book
ISBN: 978-3-910764-06-4
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